Für alle die behaupten Diablo hätte keine oder nur eine sehr dünne Story, möchte ich hier mal die Story aus Diablo 1 für euch Niederschreiben. Aber Achtung, sie ist lang und es hat mir sehr viel Mühe gemacht! Quellen sind diverse Diablo Fanseiten. Also entstammt nicht komplett meinem Gedächtnis!
Vorgeschichte
Es gibt seit Anbeginn der Zeit einen großen Kampf, den Kampf zwischen gut und Böse, zwischen den Mächten des Lichts und denen der Finsternis. "Der Große Konflikt" wird es genannt. Jedoch konnte niemand gewinnen. Erst als die Menschheit in Erscheinung trat, gab es eine Hoffnung auf einen Gewinner. So verlagerte man den Krieg in das Reich der Sterblichen wo man den "Krieg der Sünde" führte.
Die Mächte des Bösen
Es gibt die Vier Niederen:
Duriel, der Herr des Schmerzes
Andariel, die Tochter der Qual
Belial, der Herr der Lügen und
Azmodan, der Herr der Sünde.
Die führenden Mächte der Hölle sind euch allen bekannt,
die drei Brüder:
Mephisto, Herr des Hasses
Baal, Herr der Zerstörung und
Diablo, Herr des Schreckens
Da es keinen Sieger in der Schlacht de Lichts und der Mächte des Bösen gab, mussten sich die drei Brüder eine andere Taktik ausdenken. Sie wollten nur die Sterblichen beherrschen um eine Kraftverschiebung zu ihren gunsten heraufzubeschwören. Sie versuchten nun die Seelen der Sterblichen zu kontrollieren um so ihren Einfluss auszuüben.
Die vier Niederen aber verstanden den Plan völlig falsch und auf Grund ihrer Unvernunft interpretierten sie diesen Plan als Schwäche der Großen Drei. Die Niederen schmiedeten nun einen Plan. Angeführt von Azmodan und Belial wollten sie die Drei Brüder vom Thron stoßen und die Menschheit auslöschen.
Das führte zu einer riesigen Schlacht. Am Ende wurden die Drei Brüder geschlagen und wurden in die Welt der Sterblichen verbannt, wohin sie nur ihre treuesten Diener mitnahmen. Dies ging in die Geschichte ein, als "Das Dunkle Exil".
Der Kampf der Großen Drei
Natürlich war das Dunkle Exil für die Menschheit der schlimmste Albtraum den man sich nicht einmal vorstellen kann. Die Drei hinterließen nur Tod und Verderben wo sie ihr Weg hinführte. Da sie in der Hölle verloren hatten, wüteten sie auf der Erde noch um so mehr. Es war klar, dass die Drei aufgehalten werden mussten und so gründete der Erzengel Tyrael den Orden Horadrim. Doch wie soll es möglich sein so mächtige Wesen wie die Großen Drei gefangen zu nehmen?
Dem Horadrim stand ein wahrlich mächtiges Mittel zur Verfügung. Tyrael weihte den Orden in die Benutzung des "Seelensteins" ein. Mit diesen ist es möglich Dämonen in sie einzuschließen und sie so ihrer Macht zu berauben.
Die Rückkehr des Schreckens
Viele Jahre nach den heldenhaften Taten des Horadrim kam der Lord Leoric aus dem Norden Khanduras und ernannte sich selbst zum König. Er und sein Ratgeber Lazarus kamen nach Tristram und als Loeric das antike Kloster sah, ernannte er zum Zentrum seiner Regentschaft.
Niemand konnte etwas von den bösen Mächten ahnen die tief unter der Kathedrale ruhten. Kurze Zeit später erschien dem Erzbischof Diablo höchstpersönlich in einem Albtraum und zwang ihn in seine unterirdische Welt zu kommen. Wie wahnsinnig rannte Lazarus durch die unterirdischen Gänge, bis er die Kammer fand, in dem sich der brennende Seelestein befand. Seinen Geist hatte er schon lange verloren und so sprach er die magischen Worte und befreite so Diablo, den Herr des Schreckens, aus seiner Gefangenschaft.
Aufstieg Diablos, Untergang Leorics
Da Diablo nun befreit war, brauchte er einen sterblichen Körper. Er suchte sich die Seele von König Leoric aus, diese verfiel schnell dem Wahnsinn und trieb sein Gefolge und sein Land in den Ruin. Der noch geschwächte konnte aber nicht die komplette Kontrolle über Leorics Seele erlangen.
Lazarus entwickelte nun ein Ablenkungsmanöver, er speiste den Geist des Königs mit Wahnvorstellungen. Nach denen das Königreich Westmarch das Land Khanduras annektieren
wolle. Letztlich erklärte der wahnsinnige König Westmarch den Krieg.
Diablo musste noch nach einer anderen Seele suchen. Deshalb zwang er Leorics Sohn Albrecht in die Dunkelheit. Der jugendliche Geist wurde komplett von Diablo eingenommen und so nahm Diablo seine ganz eigene Gestalt an.
Leoric war erbost über das Verschwinden seinen Sohnes und so hetzte er seine eigenen Gefolgsleute aufeinander, bis der Hauptmann Lachdanan den wahnsinnigen König mit seiner
Klinge erlöste.
Der dunkle Leoric war tot und Prinz Albrecht wurde vermisst. Schaurige Lichter drangen aus den Fenstern des Klosters. Jeder in Tristram wusste, dass sich unterhalb der Kathedrale etwas furchtbares regte. Dann tauchte Lazarus auf. Kaum noch wiederzuerkennen. Er brachte die
Stadtbewohner dazu nach dem verlorenen Albrecht zu suchen. Und so lockte er sie in eine Falle. Nur sehr wenige kehrten je zurück.
Der Auftritt des Helden
Als man anderswo auf der Welt hört, in Sanktuario würde das Böse größer und mächtiger werden, kamen immer mehr Helden, die sich dem Bösen stellen wollten. Mit der riesigen Masse an Helden kam aber auch einer, der sich von den anderen abhob. Er war ruhig und besonnen.
Niemand erfuhr seinen Namen oder etwas anders über ihn. Die Helden wollten sich mit dem Bösen messen, doch wenige kehrten überhaupt zurück. Nur der eine Held kam immer
wieder. Einige Male so schwer verwundet, dass er Tagelang
umsorgt werden musste, doch er kam. Dieser eine Held war es auch, der Diablo besiegte und ihn
wieder in den Seelenstein Zwang. Der Todesschrei Diablos war ungeheuerlich laut, sogar die Fensterscheiben des Klosters zerbrachen in tausend Teile.
Der Held kam nach dem Kampf wieder an die Oberfläche. Sein Körper war voller Blut, das seiner Feinde, aber auch sein eigenes. Er sah aus, als habe er die Hölle persönlich durchquert. Er hatte eine seltsame, kreisförmige Wunde auf seiner Stirn. Er schien sich sich selbst zugefügt zu haben und sie befand sich genau mittig über den Augen.
Das Ende des Schreckens...?
Der Held blieb im Dorf, da er keine Familie zu haben schien. Doch er versank immer mehr in düstere Niedergeschlagenheit. Er lebte lange in dem Dorf, aber zurückgezogen. Die Dorfbewohner wollten ein Fest für ihn veranstalten um ihn besser zu integrieren, doch schlug es
fehl. Er stahl sich davon.
Am Abend besuchte Deckard Cain den Helden. Der Held saß an der Wand und murmelte etwas in längst vergessenen Sprachen . Er hatte einen dunklen Mantel übergeworfen und eine Kapuze verdeckte sein Gesicht. Doch dann sah er Cain an und was dieser sah ließ ihn erschaudern. Der Held schien nicht mehr Herr seiner selbst zu sein, seine Augen waren fiebrig und glommen
rot. Die Wunde in seiner Stirn pulsierte rötlich. Plötzlich erwachte er aus seiner Trance und sagte mit einer Stimme, die Cain das Blut in den Adern gefrieren ließ: "Die Zeit ist gekommen diesen Ort zu verlassen. Meine Brüder warten im Osten auf mich. Ihre Ketten binden sie nicht mehr."
Cain verstand nicht wovon der Held sprach. Er ließ den Helden allein. Niemand im Dorf sah den Helden wieder. Nach seiner Abreise wurden die schlimmsten Albträume der Dorfbewohner wahr. Die Dämonen aus der Hölle kehrten zurück.
Und an dieser Stelle beginnt dann Diablo 2. Aber wer die Story von Diablo 2 nicht verstanden hat, dem ist echt nicht zu helfen.
Donnerstag, 3. Juli 2008
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